Nachrichten getagged: Minarett

Minarett-Abstimmung: Bundesgericht tritt auf zwei Eingaben nicht ein

Von iusadvice, 31. Dezember 2009

Medienmitteilung des Bundesgerichts

Urteile vom/arrêts du/sentenze de/decisions of 14. Dezember 2009 (1C_527/2009, 1C_529/2009)

Zwei Privatpersonen haben beim Bundesgericht je eine Eingabe gegen die Eidgenössische Volksabstimmung vom 29. November 2009 “Gegen den Bau von Minaretten” eingereicht. Da die Eingaben offensichtlich unzulässig waren, ist das Bundesgericht darauf im vereinfachten Verfahren nicht eingetreten (Artikel 108 Absatz 1 Bundesgerichtsgesetz). Beide Personen hatten nämlich abstrakt, d.h. ohne einen konkreten Anwendungsfall, den Inhalt der angenommenen eidgenössischen Volksinitiative gerügt. Dagegen steht aber gemäss Schweizerischem Recht keine Beschwerde ans Bundesgericht zur Verfügung. Inhaltlich hat das Bundesgericht somit zur Abstimmung keine Stellung genommen.

Deux particuliers ont déposé chacun à titre individuel un mémoire au Tribunal fédéral contre la votation fédérale du 29 novembre 2009 “Contre la construction de minarets”. Le Tribunal fédéral a décidé en procédure simplifiée (article 108 alinéa 1 de la Loi sur le Tribunal fédéral) de ne pas entrer en matière sur ces demandes qui étaient manifestement
irrecevables. En effet, les deux personnes s’en prenaient de manière abstraite – c’est-à-dire en dehors de tout cas d’application concret – au contenu même de l’initiative populaire fédérale. Or, en droit suisse, aucun recours n’est ouvert devant le Tribunal fédéral contre le contenu d’une initiative fédérale acceptée par le peuple et les cantons.
Le Tribunal fédéral ne s’est donc pas prononcé sur le fond.

Due persone hanno, ciascuna individualmente, depositato un’istanza dinanzi al Tribunale federale contro la votazione federale del 29 novembre 2009 denominata “Contro la costruzione di minareti”. Il Tribunale federale ha deciso in procedura semplificata (articolo 108 capoverso 1 della legge sul Tribunale federale) di non entrare nel merito di tali istanze, in quanto manifestamente irricevibili. In effetti, gli istanti hanno criticato in modo astratto – vale a dire a prescindere da una sua applicazione concreta – il contenuto dell’iniziativa popolare federale adottata. Orbene, il diritto svizzero non contempla la possibilità di ricorrere avanti al Tribunale federale contro il contenuto di una tale iniziativa. Il Tribunale federale non si è pertanto espresso sul contenuto dell’iniziativa.

Two private individuals each submitted a claim to the Swiss Federal Supreme Court against the popular vote of 29 November 2009 “Against The Construction of Minarets”. Because the submissions were manifestly unfounded, the Supreme Court refused to entertain them on procedural grounds in the simplified procedure, according to article 108 paragraph 1 of the Swiss Federal Supreme Court Law. In fact, both appellants only objected in an abstract manner, i.e. without a concrete case of application, to the contents of the adopted popular initiative. Under Swiss Law no appeal against a popular vote is admissible on such grounds before the Supreme Court. Therefore the Supreme Court did not examine the content of the popular initiative.

Ein konstruktives Zusammenleben auch ohne weitere Minarette

Von iusadvice, 29. November 2009

Mitteilung der Eidgenössichen Kommission gegen Rassismus

Die EKR ruft zu friedlichem Zusammenleben der Religionen und zu verbessertem Schutz der Muslime in der Schweiz auf. Weiter lesen 'Ein konstruktives Zusammenleben auch ohne weitere Minarette'»

Ja zur Volksinitiative «Gegen den Bau von Minaretten»

Von iusadvice, 29. November 2009

Mitteilung der Bundeskanzlei

Die Schweizer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger sowie die Kantone haben die Volksinitiative “Gegen den Bau von Minaretten” mehrheitlich angenommen. Der Bundesrat respektiert diesen Entscheid. Damit wird der Bau neuer Minarette in der Schweiz verboten. Die vier bestehenden Minarette bleiben erhalten. Auch Moscheen können weiterhin errichtet werden. Musliminnen und Muslime in der Schweiz können ihren Glauben also wie bisher leben und allein oder gemeinsam mit anderen praktizieren. Weiter lesen 'Ja zur Volksinitiative «Gegen den Bau von Minaretten»'»

Aushang von Plakaten “Gegen den Bau von Minaretten” kann den öffentlichen Frieden gefährden

Von iusadvice, 20. November 2009

Mitteilung der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus

In ihrer Stellungnahme zuhanden der Städte kommt die EKR zum Schluss, die Plakate der Initianten “Gegen den Bau von Minaretten” entwürfen ein Bedrohungsszenario des Islam, der die friedliche muslimische Bevölkerung der Schweiz verunglimpfe. Dies könne den sozialen Zusammenhalt und den öffentlichen Frieden gefährden. Eine sorgfältige Güterabwägung zwischen Meinungsfreiheit, Diskriminierungsschutz und dem Schutz der schweizerischen Gesellschaft vor Hass fördernder Agitation sei vorzunehmen, sagt die EKR. Weiter lesen 'Aushang von Plakaten “Gegen den Bau von Minaretten” kann den öffentlichen Frieden gefährden'»

Bundespräsident Hans-Rudolf Merz zur Abstimmung über die Minarett-Initiative

Von iusadvice, 17. November 2009

Video-Botschaft Bundespräsident Hans-Rudolf Merz

Sehr geehrte Damen und Herren

In der Schweiz leben Angehörige der verschiedensten Religionen. Katholiken, Protestanten, Muslime, Juden, Sikhs, Buddhisten und Andere. Sie praktizieren ihren Glauben friedlich. Die einen im stillen Kämmerlein, andere in Gotteshäusern. Religiöse Toleranz hat Tradition in der Schweiz. Oft boten wir Andersgläubigen Zuflucht.

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Den Religionsfrieden bewahren – Minarett-Initiative

Von iusadvice, 15. Oktober 2009

Mitteilung des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements

Die Volksinitiative “Gegen den Bau von Minaretten” steht in Widerspruch zu zentralen Menschenrechten und gefährdet den Religionsfrieden. Sie ist kein taugliches Mittel, um gegen den religiösen Extremismus vorzugehen, sondern droht vielmehr religiösen Fanatikern Auftrieb zu verschaffen. Dies hat Bundesrätin Eveline Widmer Schlumpf am Donnerstag, den 15. Oktober 2009  an einer Medienkonferenz in Bern betont. Auch der Neuenburger Staatsrat Jean Studer und Pfarrer Thomas Wipf, Vorsitzender des Schweizerischen Rates der Religionen, riefen dazu auf, den Religionsfrieden zu bewahren und die Volksinitiative abzulehnen. Weiter lesen 'Den Religionsfrieden bewahren – Minarett-Initiative'»