Nachrichten getagged: Bank

Lösung des “Too big to fail”- Problemes

Von iusadvice, 12. Mai 2010

Mitteilung der Bundeskanzlei

Der Bundesrat will auf dem Gesetzesweg rasch und wirksam die Risiken für die Volkswirtschaft einschränken, die von grossen, systemrelevanten Banken ausgehen. Er hat zuhanden des Parlamentes heute einen entsprechenden Planungsbeschluss verabschiedet.

Die Insolvenz eines grossen Finanzinstitutes hätte schwerwiegende Auswirkungen auf unser Land. Systemrelevante Finanzinstitute bieten für die Schweizer Wirtschaft zentrale Dienstleistungen an, die nicht rechtzeitig von anderen Anbietern übernommen werden könnten. Funktionen, die für die Wirtschaft von vitaler Bedeutung sind, würden dabei wegfallen. Der Staat müsste im Interesse der Gesamtwirtschaft Rettungsmassnahmen ergreifen. Das Institut wäre “Too big to fail”.

Der Bundesrat ist der Auffassung, dass auf dem Gesetzesweg rasch Massnahmen zur Prävention und Schadensbegrenzung zu treffen sind. Er legt deshalb dem Parlament einen Beschluss für die Planung einer Revision des Bankengesetzes vor. Der Planungsbeschluss konkretisiert den politischen Willen des Bundesrates, die “Too big to fail”-Problematik rasch und wirksam zu lösen. Ausgangspunkt bilden die Arbeiten der “Expertenkommission zur Limitierung von volkswirtschaftlichen Risiken durch Grossunternehmen”, die am 22. April 2010 einen Zwischenbericht veröffentlicht hat. Die Risiken systemrelevanter Banken sollen begrenzt werden, indem im Bankengesetz strengere Anforderungen betreffend Eigenmittel, Liquidität und Risikoverteilung definiert werden. Massnahmen im Bereich der Organisation sollen es zudem ermöglichen, im Krisenfall die Weiterführung von systemrelevanten Funktionen zu gewährleisten, ohne dass ein ganzer Konzern von der öffentlichen Hand gerettet werden muss.

Die Vorlage zu diesen gesetzgeberischen Massnahmen soll im Oktober 2010 in eine konferenzielle Vernehmlassung gehen und bis Ende 2010 vom Bundesrat verabschiedet werden. Bei einer zügigen Beratung durch das Parlament könnten die Gesetzesänderungen auf den 1. Januar 2012 in Kraft treten.

Zudem hält der Planungsbeschluss fest, dass der Bundesrat im Herbst 2010 eine Vernehmlassungsvorlage zu zwei Massnahmen im Bereich der Boni unterbreiten wird. Erstens sollen die variablen Vergütungen von Finanzunternehmen, welche staatliche Unterstützung erhalten, gesetzlich beschränkt werden. Zweitens sollen unternehmensgewinnorientierte variable Vergütungsbestandteile als Gewinnausschüttung qualifiziert werden.

Revision des Einlegerschutzes

Von iusadvice, 12. Mai 2010

Mitteilung des Eidgenössischen Finanzdepartements

Der Bundesrat hat am 12. Mai 2010 die Botschaft zur Revision des Einlegerschutzes im Bankengesetz verabschiedet. Das bis Ende 2010 geltende Dringlichkeitsrecht zur Verstärkung des Einlegerschutzes soll dauerhaft im Bankengesetz verankert werden. Zudem werden die in der Vernehmlassung unbestritten gebliebenen Bestimmungen im Bankengesetz aufgenommen. Weiter lesen 'Revision des Einlegerschutzes'»

Too big to fail

Von iusadvice, 28. April 2010

Mitteilung der Bundeskanzlei

Der Bundesrat sieht Handlungsbedarf bei der “Too big to fail”-Problematik: Die Insolvenz einer systemrelevanten Bank soll einerseits mit präventiven Massnahmen verhindert werden. Anderseits sind im Fall von neuerlichen Schwierigkeiten auch Massnahmen zur Schadensbegrenzung nötig. Deshalb erachtet der Bundesrat eine Gesetzgebung als erforderlich, wie er in seiner Stellungnahme zum Zwischenbericht der Expertenkommission festhält. Bereits im Mai 2010 will er über eine verbindliche Planung für eine Änderung des Bankengesetzes zur Lösung der “Too big to fail”-Problematik befinden. Weiter lesen 'Too big to fail'»

Der Bundesrat hat eine erste Würdigung des Entscheids im Fall UBS vorgenommen

Von iusadvice, 13. Januar 2010

Mitteilung der Bundeskanzlei

Der Bundesrat hat vom Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 5. Januar 2010 in Sachen Anordnung zur Herausgabe von Kundendaten durch die FINMA Kenntnis genommen. Er hat an seiner heutigen Sitzung eine erste Analyse von EJPD und EFD diskutiert und hält dazu folgendes fest: Weiter lesen 'Der Bundesrat hat eine erste Würdigung des Entscheids im Fall UBS vorgenommen'»

Urteil des Bundesverwaltungsgerichts in Sachen US-Bankkunden gegen UBS/FINMA

Von iusadvice, 8. Januar 2010

Mitteilung des Bundesverwaltungsgerichts (Urteil B-1092/2009)

Die Abteilung II des Bundesverwaltungsgerichts hat mit Urteil vom 5. Januar 2010 die Anordnung vom 18. Februar 2009, mit welcher die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA die Herausgabe der Daten von knapp 300 Bankkunden der UBS AG an USBehörden verfügte, als rechtswidrig beurteilt. Weiter lesen 'Urteil des Bundesverwaltungsgerichts in Sachen US-Bankkunden gegen UBS/FINMA'»