Paketmarkt: Kundschaft profitiert von attraktiven Öffnungszeiten

Beitrag drucken Beitrag drucken | iusadvice | 9. Dezember 2009

Warning: strip_tags() expects parameter 1 to be string, array given in /home/lamerced/public_html/wp-includes/formatting.php on line 664

Mitteilung der Postregulationsbehörde PostReg

Bereits zum dritten Mal hat die Postregulationsbehörde (PostReg) die verschiedenen Paketdienste verglichen. Die Analyse deckt sich weitgehend mit den Ergebnissen des letzten Jahres: Wer seine Pakete mit A-Post verschicken will, findet bei privaten Anbietern teilweise günstigere Alternativen. Doch mit ihrem dichten Poststellennetz besitzt die Schweizerische Post einen strategischen Vorteil gegenüber den privaten Postanbietern.

Seit der Paketmarkt in der Schweiz 2004 vollständig liberalisiert worden ist, bieten verschiedene Postunternehmen ihrer Kundschaft einen spezifischen Paketservice an. Neben der Schweizerischen Post verfügen sowohl die beiden Postfirmen DHL Express Schweiz AG (DHL) und DPD Schweiz AG (DPD) über ein schweizweites Verteilnetz.

PostReg hat — im Hinblick auf den bevorstehenden Weihnachtspäckliversand — die Tarife und die dazugehörigen Angebote der drei grössten Paketanbieter verglichen. Und stiess dabei auf interessante Ergebnisse: 

Wer beispielsweise ein Paket, das so gross und schwer ist wie ein Handyset, mit A-Post verschickt, zahlt bei der Schweizerischen Post mit 8 Franken am meisten. Bei DPD kostet das gleiche Paket 7.80 Franken, bei DHL 7.50. Ähnlich verhält es sich für grössere und schwerere Pakete mit einem Inhalt von beispielsweise drei Weinflaschen: Mit 10 Franken ist die Schweizer Post die teuerste Anbieterin — sowohl bei DHL wie auch bei DPD bezahlt man für den Versand 50 Rappen weniger. Für ein mittelschweres Paket — etwa ein zwei Kilogramm schweres Buch —, verlangt DHL hingegen den höchsten Preis: 9.50 Franken; das sind 1.50 Franken mehr als die Schweizerische Post. DPD ist in diesem Fall mit 7.80 Franken am günstigsten.

Wer sein Paket mit B-Post verschickt und damit in Kauf nimmt, dass es erst am übernächsten Tag beim Empfänger eintrifft, muss sich für die Schweizerische Post entscheiden. Sie allein bietet diesen im Vergleich günstigen Service an. Sowohl ein Handy-Paket wie auch das Buch kosten in diesem Fall 6, die drei Weinflaschen 8 Franken. Die Auswertung von PostReg zeigt klar: Die Konsumenten haben im liberalisierten Paketmarkt die Möglichkeit, von verschiedenen Angeboten zu profitieren. Doch obwohl private Postanbieter teilweise günstigere Konditionen anbieten, orientieren sich die meisten Konsumentinnen und Konsumenten nach wie vor an der Schweizerischen Post. Es zeigt sich, dass das dichte Postellennetz der Post — schweizweit sind es ca. 2500 Poststellen — ein immenser Standortvorteil gegenüber privaten Anbietern ist. DPD verfügt über rund 65 Annahmestellen (allesamt in Papeterien); DHL nimmt Pakete in ca. 200 Annahmestellen entgegen.

Zudem stellt PostReg fest, dass sämtliche Postanbieter generell kundenfreundlicher geworden sind: Vereinzelte Postfilialen der Schweizerischen Post sind beispielsweise auch am Wochenende bis spät abends geöffnet; dies trifft auch bei einigen Annahmestellen von DHL und DPD zu.

Ähnliche Beiträge:

  1. Briefmarkt: Konzession für AWZ AG
  2. Über 50 Online-Services mit SuisseID
  3. SuisseID: Käufer erhalten einen Unterstützungsbeitrag von 65 Franken
  4. Peter Hasler wird neuer Verwaltungsratspräsident der Post
  5. Gegen die Besteuerung des Eigenmietwerts